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RezensionRezensionen

„Displaced Persons“ zwischen Ost und West

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fanden sich Millionen Menschen aus aller Herren Länder auf dem Territorium des ehemaligen Deutschen Reiches wieder: Flüchtlinge, KZ-Überlebende, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und NS-Kollaborateure. Die Siegermächte subsumierten diese Menschen unter dem Begriff „Displaced Persons“ …

„Displaced Persons“ zwischen Ost und West
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fanden sich Millionen Menschen aus aller Herren Länder auf dem Territorium des ehemaligen Deutschen Reiches wieder: Flüchtlinge, KZ-Überlebende, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und NS-Kollaborateure. Die Siegermächte subsumierten diese Menschen unter dem Begriff „Displaced Persons“ (DPs). Sie lebten nun in Lagern und warteten auf die Rückkehr in ihre Heimatländer oder die Ausreise in ein neues Zielland. Unter diesen Menschen gab es auch etliche, welche die stalinistische Gewaltherrschaft für sich beanspruchte.
Autor
Redaktion
01. Juni 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

Die bekannte Russland-Historikerin Sheila Fitzpatrick erzählt in ihrer Studie die Geschichte dieser DPs und ihres Verhältnisses zur häufig gefürchteten Sowjetunion. Sie zeigt, wie die Großmächte um diese Menschen rangen, welche Handlungsspielräume die Betroffenen nutzten, wie sich Lagerleben und Migrationsgeschichten gestalteten und inwiefern der beginnende Kalte Krieg durch die DP-Politik maßgeblich geprägt wurde. Wer diese enorme Komplexität verstehen und an der Debatte um die Nachkriegszeit teilnehmen möchte, wird aus dem perspektivenreichen Buch viel lernen, da es seinen Gegenstand gründlich recherchiert hat, reflektiert argumentiert und sensibel darstellt.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Sheila Fitzpatrick
Lost Souls
Sowjetische DPs und der Beginn des Kalten Krieges
Hamburger Edition, Hamburg 2025, 400 Seiten, € 40,–

Rezension
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