Der Osteuropa-Historiker Heiko Haumann hat ein sehr informatives Büchlein verfasst, das uns mitten in die Walachei und zu Vlad Dra· culea T, epes‹ , dem „Urahn der Vampire“, führt. Vlad wurde vermutlich 1431 geboren. Sein Vater war gerade von König Sigismund zum Fürsten der Walachei und Ritter des Drachenordens ernannt worden, was ihm den Beinamen „Dracul“ einbrachte. Er ging, wie später auch sein Sohn (genannt Dra culea, der kleine Drache), energisch gegen die vordringenden Osmanen vor.
Haumann schildert die Kindheit und Jugend des kleinen Vlad und seine Kriege gegen die Osmanen. In den Ruf außergewöhnlicher Grausamkeit geriet der Fürst, weil er seine Widersacher pfählen ließ, was jedoch, wie Haumann betont, eine durchaus übliche Strafpraxis im Spätmittelalter war. Weitere Kapitel stellen den Zusammenhang zum Vampirglauben her, schildern die Verbreitung des Vampir-Mythos bis heute und erklären mit Bezug auf den berühmten Roman von Bram Stoker, warum Fürst Dracula mit einem Vampir identifiziert wurde.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





