Schönhausen: „Familie“
Geburtsort Otto von Bismarcks ist Schönhausen an der Elbe. 200 Jahre nach seiner Geburt können dort noch Spuren seiner landadligen Herkunft besichtigt werden. Dazu zählen ein Seitenflügel jenes Herrenhauses der Bismarcks (Schloss I), in dem der spätere Reichskanzler geboren wurde, eine barocke Parkanlage, die romanische Kirche, in der er getauft wurde, sowie ein weiteres Herrenhaus der Familie (Schloss II). Bismarcks Geburtshaus wurde 1958 gesprengt. Im verbliebenen restaurierten Seitenflügel befindet sich heute ein Museum, das die Otto-von-Bismarck-Stiftung seit 2007 betreut.
Umgeben von dieser historischen Kulisse, informiert die Schönhauser Sonderausstellung über die lange Geschichte der Familie von Bismarck in der Altmark. Diese reicht zurück bis in die mittelalterliche Stadt Stendal, in der Familienmitglieder Ratsherren und Kaufleute waren. Eine Kombination aus inszeniertem Raum und Exponaten wie Ahnenporträts, Lehnsurkunden und Bergungsfunden aus dem gesprengten barocken Gebäude erzählt schlaglichtartig vom Leben und Wirken der Vorfahren Otto von Bismarcks.
Der beschriebene Ausstellungsteil „Familie“ ist eng verwoben mit dem Thema einer parallel gezeigten Sonderschau unter dem Titel: „Das Schönhauser Bismarck-Museum von 1891 und seine Schätze“. Dieses allererste Bismarck-Museum gehört einerseits zur Gutsgeschichte der Familie, die es noch zu Lebzeiten Bismarcks einrichtete. Andererseits verwiesen etliche der in ihm gezeigten Objekte auf Bismarcks Herkunft, Familie und Landbesitz.
Sonderausstellung: 15. März – 31. Dezember 2015 Öffnungszeiten: 15. März – 3. Oktober, Dienstag bis Sonntag 10 –18 Uhr; danach Dienstag bis Sonntag 10 –17 Uhr Otto-von-Bismarck-Stiftung Kirchberg 4 39524 Schönhausen/Elbe www.bismarck-stiftung.de
Bad Kissingen: „Politik“
Am 4. Juli 1874, um 11 Uhr, begann die Ära „Bismarck“ in Bad Kissingen, als der Reichskanzler in seinem Salon‧wagen mit anderthalb Stunden Verspätung zu seiner ersten Kur auf dem Kissinger Bahnhof eintraf.
Das Museum, zum 100. Todestag Otto von Bismarcks am 30. Juli 1998 eröffnet, befindet sich mit rund 350 Quadratmetern Schaufläche in sieben Räumen und einem großen Festsaal in der „Oberen Saline“, einer aus dem 18. Jahrhundert stammenden Salzerzeugungsstätte, in der sich der Erbauer, der Würzburger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim, eine Kurresidenz eingerichtet hatte. Das städtische Museum gliedert sich in zwei Abteilungen: die historische Bismarck-Wohnung mit dem originalen Interieur der Bismarck-Aufenthalte in Bad Kissingen (1876 –1893) und die musealen Schauräume.





