Mittels eines Druckstocks konnte Schöffer darin zweifarbige Initialen drucken. In der Gutenberg-Bibel hingegen war der Raum für die Initialen ausgespart und nach dem Druck per Hand ausgemalt worden. Da Schöffers Technik so zeitaufwendig war, blieb es aber zunächst beim älteren Verfahren. Und noch eine Neuerung wies der „Mainzer Psalter“ auf: Das Werk enthält ein gedrucktes Kolophon, eine Schlussschrift, in der das Datum der Fertigstellung festgehalten ist: der 14. August 1457. Der „Mainzer Psalter“ ist damit die älteste Inkunabel mit einer gedruckten Datierung. Schöffer und Fust setzten darunter, noch ein Novum, eine Druckermarke, mit der sie die Herkunft der Werke aus ihrer Mainzer Werkstatt kennzeichneten.





