Die Ausstellung „Edelsteine des Mittelalters“ vermittelt einen Einblick in Bedeutung und Stellenwert der Edelsteine im Mittelalter. Sie spannt einen Bogen, der von der Präsentation bedeutender einzelner Steine und Edelsteine bis (hin) zur Vorstellung einiger Bereiche der mittelalterlichen Kultur reicht, in denen Edelsteine eine wichtige Rolle gespielt haben. Den optischen Mittelpunkt bildet das aufgebaute Himmlische Jerusalem. Mit dem schillernden Glanz von Gold, Perlen und Edelsteinen erwacht es in der Ausstellung zum Leben und tritt dem Besucher mit seinem faszinierenden Licht entgegen.
In Dichtung, Kunst, Religion und Politik vieler Kulturen haben Steine und Edelsteine eine bedeutende Rolle gespielt. In Europa war dies besonders im Mittelalter der Fall. Um Steine und Edelsteine entstehen zu dieser Zeit zahlreiche Mythen, Märchen und Legenden. Überdies kommt ihnen in der Kultur des mittelalterlichen Christentums ein hoher Stellenwert zu.
Wie stellte man sich im Mittelalter die Entstehung der Edelsteine vor? Was für Steine waren der Froschstein und der Gebärstein? Warum hieß der Diamant Adamas und warum glaubte man, dass er durch Bocksblut zerstört werden könne? Was hat es mit dem sagenumwobenen Karfunkel auf sich, mit dem die Gralsritter versuchten die blutige Wunde des König Anfortas zu heilen? Um was für einen Stein handelt es sich eigentlich bei dem mysteriösen Waisen? Und was hat es mit dem heiligen Gral auf sich, einem Stein, der der Sage nach vom Himmel kam? Und wieso tragen die Bischöfe seit dem Mittelalter einen Amethysten in ihrem Ring?





