Der deutsche Muttertag von 1923 brachte jedoch trotz großen Werbe‧aufwands nicht den erhofften schnellen Durchbruch. Erst 1925 schaffte es Knauer, die „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“ für seine Werbekampagne zu gewinnen. Nun haftete dem Vorhaben nicht mehr der Vorwurf des kommerziellen Gewinnstrebens an. Die Mutter wurde vielmehr zum Dreh- und Angelpunkt einer „sittlichen und körperlichen Erneuerung des deutschen Volkes“, so wie es sich die „Volkserzieher“ auf die Fahnen geschrieben hatten. Der Erfolg blieb nicht aus: Die deutschen Familien übernahmen den neuen Brauch mit den detaillierten Regieanweisungen, die von der neuen „Muttertags-Bewegung“ vorgegeben und orchestriert wurden. Der „Kult der deutschen Mutter“ der Nationalsozialisten konnte daran anknüpfen. Seit 1939 wurde am Muttertag auch das „Ehrenkreuz der Deutschen Mutter“ verliehen.





