Am 11. Mai 1946 landete im französischen Le Havre erstmals ein Dampfer mit CARE-Paketen. Rund zwei Monate später, am 15. Juli 1946, lief der Frachter „American Ranger“ mit den ersten 35 700 Paketen für Deutschland in Bremerhaven ein. Damit nahm eine der bekanntesten Erfolgsgeschichten moderner Wohltätigkeit ihren Anfang. In den folgenden Jahren löschten monatlich zwischen zwölf und 15 Schiffe ihre kostbare Paketfracht in der amerikanischen Besatzungs-Exklave an der Nordsee. Allein bis 1950 erreichten über fünf Millionen CARE-Pakete Deutschland als Hauptabnehmerland; im selben Zeitraum gelangten 726 000 Stück nach Österreich und jeweils rund eine halbe Million nach Großbritannien und Frankreich. Auch andere europäische Länder wurden bedacht, allerdings in wesentlich geringerem Umfang.
Hinter der geschickt gewählten Abkürzung CARE – to care kann als „sich kümmern“ übersetzt werden – verbirgt sich die Hilfsorganisation „Cooperative for American Remittances to Europe“. Sie wurde am 28. November 1945 als Paketversand einer Gemeinschaft von 22 genossenschaftlich arbeitenden karitativen Organisationen gegründet. Die Idee, einen Paketservice mit Hilfslieferungen für die Menschen im notleidenden Nachkriegseuropa einzurichten, war die Antwort auf die Frage, die CARE auch in einer Werbeanzeige aus dem Jahr 1947 den Spendewilligen und der amerikanischen Nation stellte: „Wie kann ich direkt, schnell und sicher meinen alten Eltern in Polen, meinem Onkel in Deutschland, meinem Vetter in Frankreich, meinem alten Lehrer in der Tschechoslowakei, meinen Freunden in Finnland Hilfe bringen?“…
Den vollständigen Text lesen Sie in DAMALS 5/2016.
Volker Ilgen





