Im selben Jahrveröffentlichte der einflussreiche, später mit dem Literatur-Nobelpreis dekorierte Historiker den ersten Band seiner bis heute berühmten „Römischen Geschichte“. Sie stellte, mit den danach erschienenen übrigen drei Bänden, alles in den Schatten, was bis dahin auf dem Buchmarkt zur Geschichte Roms kursierte. Er holte die „Alten“ tatsächlich vom „Kothurn“ (einem hohen Theaterstiefel, wie ihn die damaligen Schauspieler benutzten) herunter und versetzte sie mitten ins pralle Leben. Kein Wissenschaftler vor ihm hatte die Antike so plastisch und anschaulich geschildert. Statt Heroisierung und erhobenem Zeigefinger bot Mommsen dem Publikum Antike pur.





