Bei dem Fundstück handelt es sich um einen Königskopf aus Sandstein, der aus der Ingelheimer Kaiserpfalz stammt. Dieser besitzt Ähnlichkeiten mit dem “Thronenden König” aus dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Hauptmotiv der Mannheimer Ausstellung “Die Staufer und Italien”. Ab September werden Vergleichsstudien zwischen beiden Objekten möglich sein, wenn in Mannheim die von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen gemeinsam präsentierte Staufer-Ausstellung eröffnet wird. Die Ingelheimer Kaiserpfalz gehört zu den 40 Korrespondenzorten, die begleitend zur Mannheimer Schau im Stauferjahr Rahmenprogrammpunkte rund um die bedeutendste Herrscherfamilie des hohen Mittelalters veranstalten.
Entdeckt wurde der Ingelheimer Königskopf von Holger Grewe bei einer Untersuchung der Archivbestände zur Vorbereitung des Stauferjahres. “Dies ist ein Beispiel dafür, dass auch Funde gemacht werden, ohne zu graben”, stellte Grewe fest. „Es ist großartig, zu welchen kulturellen und wissenschaftlichen Entdeckungen das Stauferjahr 2010 führt“, kommentierte Dr. Alexander Schubert, Koordinator des Stauferjahres an den Reiss-Engelhorn-Museen, den Ingelheimer Überraschungsfund. „Entdeckungen wie diese unterstreichen den Mehrwert, der entsteht, wenn sich Süddeutschland länderübergreifend und gemeinsam einem Thema wie den Staufern verschreibt“. Die Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen wird vom 19. September 2010 bis 20. Februar 2011 in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim gezeigt.





