Der 1824 in Ansfelden geborene Bruckner, der die erste Hälfte seines Lebens in Oberösterreich verbracht hatte, siedelte erst 1868 nach Wien über, um eine Professur am Konservatorium der Musikfreunde anzunehmen. Diese Entscheidung veränderte das Leben des strenggläubigen Katholiken nachhaltig. In Wien orientierte er sich als Komponist neu: Während er zuvor seinen Schwerpunkt auf Chor- und Sakralmusik gelegt hatte, entwickelte er sich nun zum Symphoniker, der sich einer kritischen Öffentlichkeit stellen musste, wie die Ausstellung ebenfalls thematisiert.
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