Mein Herz treibt mich durch fortwährende Zuflüsterungen unablässig an, unseres seligen Vaters, des Bischofs Burchard, heiliges und gottgeweihtes Leben … zu schreiben“, so bemerkte schon kurz nach Burchards Tod am 20. August 1025 ein Mitglied des Wormser Domkapitels im Vorwort der Lebensbeschreibung Burchards, der „Vita Burchardi“. Er wandte sich in seinen Vorbemerkungen an einen unbenannten Bischof (wahrscheinlich von Speyer), dem er schon zu Lebzeiten über Burchard erzählt habe, „mit welch unerschütterlichem Geiste er [Burchard] in den Werken Christi, in den heiligen Schriften, in Fasten, Nachtwachen und Gebeten verharrt habe“.
Der Verfasser erzählt dann aber noch viel mehr und bietet einen Lebensabriss von der Geburt bis zum Tod, der den Bischof von Worms auch in zahlreichen anderen Facetten erscheinen lässt. Es handelte sich dabei wohl um keine Vita, die eine Heiligsprechung vorbereiten sollte, aber hagiographische Schriften halfen, die Erinnerung an eine Person nachhaltig zu begründen, so auch im Fall Burchards.





