Im April 480 v. Chr. hatte Xerxes den Hellespont überschritten. Die Perser hatten Nahrungsmitteldepots entlang der Nordküste der Ägäis angelegt, waren durch Thrakien gezogen und standen jetzt in Makedonien, am Eingangstor zu Griechenland. Ein griechisches Kontingent bezog unter Führung von Themistokles und dem spartanischen Heerführer Euenetes Position im Tempetal in Thessalien, um die Perser in der engen Schlucht aufzuhalten. Der makedonische König Alexander I. warnte die Verbündeten jedoch: Das Heer der Perser sei riesig und der Engpass leicht zu umgehen. Die griechische Streitmacht zog sich daraufhin zurück.
Als Plan B schlug Themistokles eine Doppelstrategie vor: Man solle versuchen, das persische Landheer am Pass der Thermopylen weiter südlich in Thessalien abzufangen. Zugleich solle die verbündete Flotte die Meerenge beim Kap Artemision an der Nordspitze von Euböa sperren, um den Vormarsch der Perser zur See zu stoppen. Die Bundesversammlung ratifizierte diesen Plan. Trotzdem begannen die Athener damit, die Schwächsten aus Athen zu evakuieren. Und die Städte auf der Peloponnes bereiteten die Verteidigung der Halbinsel am Isthmus von Korinth vor.





