Die Nonnen schrieben zum Beispiel kurze Chroniken, bestellten Bilder und Fresken, die Vergangenes zeigten, oder trugen Erinnerungen und Geschichten mündlich weiter, von einer Schwesterngeneration zur nächsten. „Sie bewahrten Vergangenheit, ermöglichten Gedenken und Erinnerung“, erläutert der Bayreuther Wissenschaftler. Obwohl in den Stürmen der Zeit, besonders seit der Französischen Revolution, viel zugrunde ging, gelang es Benz doch, hunderte solcher Zeugnisse vergangener Geschichtskultur teils zu beschreiben, teils wenigstens zu benennen.
Seine umfangreichen Forschungen, die von der Gerda Henkel Stiftung Düsseldorf finanziert wurden, hat der Geschichtsdidaktiker im soeben erschienenen Buch „Frauenklöster Mitteleuropas. Verzeichnis und Beschreibung ihrer Geschichtskultur 1550-1800“ zusammengefasst. Bayerns Frauenklöster sind in dem Buch überproportional vertreten: Die relativ gute Quellenlage bescherte manchen Fund, insbesondere die drei alten Münchner Frauenklöster – heute im Stadtbild der Landeshauptstadt kaum noch auszumachen – trugen mit ihrem historischen Interesse dazu bei. Sie sorgten durch teils aufwändig illustrierte Drucke dafür, dass ihre Geschichte greifbar bleibt – europäisch einmalig.





