Der Band bietet Impressionen aus der Kulturgeschichte des Radios in Österreich und in Deutschland sowie den USA, zeichnet die Bedeutung dieses Mediums für ganze Generationen von Jugendlichen nach und verbindet dies mit aufschlussreichen Anekdoten aus Kos’ Leben. So erfährt der Leser etwas darüber, wie das Radio in Wohnungen einzog, sein Design immer wieder veränderte und schließlich mobil wurde. Man bekommt Einblick in Radiopropaganda, in die bis heute beliebte Gattung des Hörspiels, die eng mit dem Radio verbunden war und ist, sowie in die mediale Rolle der menschlichen Stimme, die mitunter eine Situation der Intimität hervorrufen kann. Das Büchlein ist ansprechend illustriert, informativ und so offen formuliert, dass man ins – vielleicht nostalgische – Nachdenken über das eigene Verhältnis zum Radio kommt.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Wolfgang Kos
Das Radio
Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2024, 64 Seiten, € 15,–





