Eduard Schleich kam mit 17 Jahren an die Münchner Kunstakademie und wurde dort wegen „völliger Talentlosigkeit“ entlassen. Doch er folgte nicht dem Rat des Akademiedirektors Peter von Cornelius, Schuster zu werden, sondern wandte sich der Landschaftsmalerei zu, mit der er sich zeitlebens beschäftigen sollte. In den folgenden Jahrzehnten wurde er zu einer der führenden Persönlichkeiten unter den Münchner Landschaftsmalern, dessen Werk großen Einfluss auf Kollegen und die folgende Malergeneration hatte. In den 1850er Jahren erfuhr er Anerkennung als Vorstand des Münchner Kunstvereins und Ehrenmitglied der Akademie. Schon seine Zeitgenossen nannten ihn den „Vater der neueren Münchner Landschaftsmalerei“. 1874 starb er an der Cholera.
Spitzweg, der als Maler ebenfalls Autodidakt war, lernte Schleich Mitte der 1830er Jahre im Kreis der antiakademisch eingestellten Münchner Landschafter kennen. Gemeinsam kopierten sie in den Kunstsammlungen in München, Schleißheim und Pommersfelden die Gemälde der Alten Meister. Auf vielen Wanderungen durchstreiften sie Bayern, Franken und verschiedene Gegenden Österreichs, stets nach Motiven für ihre Bilder Ausschau haltend. Mehrfach hielten sie sich auch in Dachau auf, wo Schleich vor allem von der Mooslandschaft vor den Toren Münchens fasziniert war, während sich Spitzweg dem Marktflecken und seinen Bewohnern widmete. Auf einer Reise zur Weltausstellung in London machten sie 1851 in Paris Station und lernten dort die französische Landschaftsmalerei der Schule von Barbizon kennen. Innerhalb ihres Freundeskreises, der u. a. auch Friedrich Voltz, Dietrich Langko und Christian Morgenstern einschloss, unterstützten sie sich gegenseitig bei der Fertigstellung ihrer Bilder. So wird berichtet, dass Schleich Spitzweg bei der Gestaltung des Himmels half, Spitzweg Schleich dafür in seine Landschaften Figuren einfügte, sowie Voltz die Kühe.
Die Ausstellung versammelt über 90 Gemälde aus öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter mehrere Hauptwerke von Schleich d. Ä. und einige Zeichnungen aus der Dachauer Gegend.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.





