Schon früh erstellten Astronomen wissenschaftliche Kalender, die eine gewisse Planbarkeit gewährleisteten. Diese Berechnungen wurden ständig verbessert, so auch durch Kallipos von Kyzikos, einen Schüler des Aristoteles. Er erarbeitete einen lunisolaren Kalender, der ge‧nauer war als alle älteren Modelle: Ein „Kallipischer Zyklus“ verteilte über 76 Jahre 28 Schaltmonate. Dieser Kalender begann am 26. Juni, zur Sonnenwende des Jahres 330 v. Chr. Die Präzision des Kalenders ist beachtlich und ließ ihn jahrhundertelang zum Standard in der griechisch-römischen Welt werden. Noch unser gregorianischer Kalender basiert auf Kallipos’ Vorarbeit. Vor allem aber erlaubt er uns das, was er schon in der Antike ermöglichte: eine genaue Umrechnung von Daten der attischen, römischen und ägypti‧schen Zeitrechnung.





