Mit ihren Erkenntnissen zum Sonnensystem jedoch zog Hypatia den Groll der erstarkenden Christen auf sich. Während des in Alexandria herrschenden Glaubenskriegs zwischen Heiden und Christen geriet sie zwischen die Fronten. So zumindest schildert es der neue Film des Spaniers Alejandro Amenábar, der vom 11. März an im Kino zu sehen ist. Der Regisseur unternimmt dabei eine Reise in die Vergangenheit der spätantiken Metropole und vermischt gelegentlich Fakten und Fiktion. So wird das Leben von Hypatias berühmtestem Schüler, dem späteren Bischof Synesios von Kyrene, für den Film um einige Jahre verlängert.
Hypatias historisches Schicksal ist durch zeitgenössische Quellen überliefert: Sie wurde 415 von einer Gruppe fanatischer Christen ermordet. Der Filmtitel „Agora – Die Säulen des Himmels“ nimmt Bezug auf die Agora, im antiken Griechenland ein großer Versammlungsplatz im Zentrum einer Stadt, dessen Erscheinung meist durch Säulenhallen geprägt war. Durch die außerdem vorhandenen Tempelbauten war die Agora häufig sowohl politischer, als auch religiöser Mittelpunkt einer antiken Stadt.





