Dabei wird klar: Die Gegner der autoritären Systeme agierten nicht im bezugslosen Raum, sondern stützten sich auf Vorbilder des 18. und 19. Jahrhunderts – deren Konzepte und Ideen sie an ihre Gegenwart anpassten. Doch die erfolgreichen Revolutionen von 1989 stellten nicht alle zufrieden. Die neu gewonnene Freiheit bot den Bürgern nicht nur neue Chancen und Möglichkeiten, sondern stellte sie auch vor große Herausforderungen – was nicht wenige veranlasste, ihre Vorzüge zu hinterfragen. Insbesondere die Frage danach, wie individuelle Freiheit und gesellschaftliche Solidarität ins Gleichgewicht zu bringen sind, bewegt auch dieser Tage viele. Ob Eigennutz und Gemeinwohl überhaupt vereinbar sind oder Freiheit ohne Solidarität gar nicht möglich ist – danach fragt die Ausstellung „Freiheit. Eine unvollendete Geschichte“ noch bis zum 31. Mai 2026.
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