Am 7. April 1766 gestattete Kaiser Joseph II. der Bevölkerung, das Gebiet zwischen Sonnenauf- und -untergang zu Spaziergängen zu nutzen. Wenige Jahre später fielen auch die letzten Gitter, und der Prater war auch zur Nachtzeit für jedermann frei zugänglich. Jetzt gestattete der Kaiser die Einrichtung von Kaffeehäusern. Während das eigentliche Parkareal im Lauf der Zeit auf etwa sechs Quadratkilometer verkleinert wurde, entwickelte sich der Westteil des Praters immer mehr zum Vergnügungsareal, dem „Wurstlprater“. Seinen Namen verdankt dieser der populären Figur des „Hanswurst“, der auf den Puppen- und Volkstheaterbühnen des Praters seine Heimat hatte. Neben dem Planetarium und diversen Fahrgeschäften ist wohl das 1896/97 errichtete Riesenrad die berühmteste Attraktion des Wurstlpraters und für viele eines der markantesten Wahr‧zeichen Wiens.





