Der Entwurf eines Fallbeils, den Louis der Nationalversammlung vorlegte, orientierte sich an älteren Beispielen etwa aus Schottland. Die Nationalversammlung führte wirklich am 20. März 1792 das Fallbeil als fortan einziges Hinrichtungswerkzeug ein. Man beauftragte den deutschen Klavierbauer Tobias Schmidt mit der Konstruktion. Mit dem Gerät wurde gut einen Monat später der Räuber Nicholas Jacques Pelletier als erster Delinquent enthauptet. Schnell etablierte sich für das Fallbeil der Name Guillotine, sehr zum Leidwesen ihres geistigen Vaters Guillotin: Was er aus Motiven der Humanität ersonnen hatte, war bald zum Schreckensinstrument und zum Inbegriff des „Terreur“ der Französischen Revolution geworden.





