Die Assassinen besaßen die Festung Alamut, die in der nordwestiranischen Provinz Kazwin am Kaspischen Meer, etwa 100 Kilometer vom heutigen Teheran entfernt, lag. Alamut war der Hauptsitz der Assassinen, ihre Schaltzentrale und Mittelpunkt eines ganzen Netzes von Burgen und Festungen in Persien und bald auch in Syrien. Die Festung galt als uneinnehmbar. Doch dann kamen die Mongolen unter ihrem Khan Hülegü, expansionshungrig und entschlossen, auf ihrem Eroberungszug nach Bagdad die Territorien der Nizariten zu unterwerfen und ihre Festungen zu zerstören. Mehrere dieser Burgen hatten sie schon eingenommen, nur das wichtige Alamut widerstand noch. Am 20. Dezember 1256 konnten sie die berühmte Bergfestung erobern. Die Verteidiger wurden abgeschlachtet, und bis auf einige Koran-Handschriften gaben die Mongolen die dortige Bibliothek den Flammen preis. Damit endete die Herrschaft der Assassinen in Persien, und auch in Syrien währte sie nur noch 15 Jahre.





