Im Lauf der Jahre wurden verschiedene Techniken eingesetzt. Die im Ma 1912 eingeweihte Straßenbahnlinie von Oberesslingen nach Obertürkheim stand am Anfang. Schon 1944 ? mitten im Zweiten Weltkrieg ? wurde auf dieser Strecke von der Bahn auf Oberleitungsbusse umgestellt. Diese Technik setzt der Städtische Verkehrsbetrieb bis heute ein. Esslingen ist damit eine von drei Städten in Deutschland, in denen Obusse fahren. Ab 1973 als Entwicklungsprojekt und 1988 bis 2008 im Linienbetrieb wurde eine neue Antriebsart in Nahverkehrsbussen erprobt: Beim Duobus ist der herkömmliche Dieselantrieb mit einem Elektromotor, der den Strom aus einer Oberleitung erhält, kombiniert.
Seit den 1950er Jahren wuchsen Bevölkerung und Stadtgebiet beträchtlich. In der Folge wurde das Nahverkehrsnetz immer großräumiger ausgebaut, so dass heute das gesamte Stadtgebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen ist. Die Linien des Städtischen Verkehrsbetriebes werden von den Angeboten weiterer, teils privater Unternehmen ergänzt, die die Menschen von den Schurwald- und Filderhöhen in die Stadt im Tal bringen.
Die Ausstellung präsentiert Originalobjekte, Bilder und Filme zur Geschichte des Nahverkehrs in Esslingen. Echte Holzbänke aus der alten Straßenbahn laden zum Probesitzen ein und die Besucher können in Erinnerungen schwelgen, wie der Duobus in die Oberleitung an der Esslinger Stadtgrenze einfädelte oder wie die Straßenbahn den steilen Zollberg hinauffuhr. Fotos und Postkarten zeigen die Esslinger Linienbusse nicht nur auf ihrem Weg durch die Stadt, sondern auch durch die Zeiten. Außerdem gibt es einen Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten des innerstädtischen Verkehrs. Also dann: Bitte einsteigen!





