Die günstige wirtschaftliche Konjunktur hielt jedoch nicht lang an. Von 1870 an verschärfte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt, antichinesische Ressentiments waren nun an der Tagesordnung. Besonders Arbeiterorganisationen wetterten gegen die fremdländischen Arbeitskräfte: Sie würden die Gehälter drücken und sich ohnehin nicht in die amerikanische Gesellschaft integrieren. Die Politik reagierte schließlich: Am 6. Mai 1882 stimmte der Kongress mehrheitlich für den „Chinese Exclusion Act“. Damit waren Chinesen die erste ethnische Gruppe, die offiziell von der Immigration in die USA ausgeschlossen wurde. Das Bundesgesetz, das zunächst die Einwanderung chinesischer Arbeiter auf zehn Jahre suspendierte, wurde in der Folgezeit mehrmals verlängert. Erst 1943 hob der Kongress den „Chinese Exclusion Act“ wieder auf und führte eine Quotenregelung ein.





