Der Sohn des ungarischen Reichsverwesers Johannes Hunyadi wurde von einer Gruppe Adliger 1458 als 14-Jähriger zum König von Ungarn gewählt. Ein Jahr später aber wählte eine gegnerische Gruppe Kaiser Friedrich III., in dessen Besitz sich die ungarische Krone befand, zum Gegenkönig. Es gelang Matthias, die Krone auszulösen; 1464 krönte er sich in Stuhlweißenburg (Székesfehérvár). Auch danach blieb Friedrich III. sein erbitter‧ter Gegner, vor allem als Corvinus die Ober- und die Niederlausitz eroberte und nach der böhmischen Krone griff. Zwar gelang es ihm nicht, Böhmen zu gewinnen, dennoch ließ er sich 1469 zum Gegenkönig Georg Podiebrads von Böhmen wählen – eine Herrschaft, die Friedrich III. 1477 anerkennen musste. Fünf Jahre später fiel Matthias in die Steiermark und Kärnten ein und eroberte Teile Niederösterreichs. Schließlich stand er vor Wien. Nach viermonatiger Belagerung zog er am 1. Juni 1485 triumphierend in die Stadt ein, in der er sich als „Herzog von Österreich“ bis zu seinem Lebensende 1490 bevorzugt aufhielt.





