Eisen ist der Stoff, der den Ritter zum Ritter macht, denn ohne eisernen Harnisch, Helm und Schwert ist ein Ritter eben nur ein normaler Mensch. Sieht man die monumentalen Filme wie „Ritter der Tafelrunde“ oder „Ivanhoe“, in denen Hollywood versucht, das Zeitalter des Rittertums heraufzubeschwören, entsteht der Eindruck, Eisen sei auch im Mittelalter allgegenwärtig gewesen. Wir leben heute in einer Welt, in der wir ständig von Eisen umgeben sind. So mag es schwer fallen sich vorzustellen, dass dieses Allerweltsmetall im Mittelalter ein seltenes und kostbares Prestigeprodukt war.
In der neuen Ausstellung zeigen das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum und das Stadtarchiv Velbert, wie das Eisen im Mittelalter gewonnen und zu den Waffen und Gegenständen verarbeitet wurde, die einen Ritter ausmachen. Zu sehen sind viele Originale, Waffen und Gebrauchsgegenstände, die von anderen Museen, wie Schloss Burg, dem Deutschen Klingenmuseum Solingen oder dem Märkischen Museum Burg Altena zur Verfügung gestellt wurden. Abgerundet wird die Schau durch eine Mitmach-Abteilung, in der der Besucher selber einmal ein Kettenhemd anziehen, den Helm aufsetzen und ein Schwert in die Hand nehmen kann, um zu sehen, wie man sich als echter Ritter fühlt.
In einem wissenschaftlich fundierten Modell wird gezeigt, wie die einstige Höhenburg in Velbert-Neviges ausgesehen hat. Die Ausstellung lüftet die Geheimnisse der alten Höhenburg Hardenberg. Außerdem sind auch die Origi-nalfunde von der Burg erstmals öffentlich zu sehen.
Begleitet wird die Ausstellung von einem großen Rahmenprogramm und Mitmachaktionen.
Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 6. November 2011.





