Zusammen mit Zeichnern und Bildhauern war er während seiner Expedition entlang dem Nil bis in den Sudan vorgedrungen, hatte die Ostwüste bis zum Sinai durchquert und Station bei Gise, Theben, Philae und in Meroe gemacht. Die Teilnehmer hatten Gipsabgüsse genommen, Inschriften kopiert, Sprachdialekte erfasst, das Land kartographiert sowie Materialproben für naturwissenschaft-liche Untersuchungen entnommen. Nach drei Jahren Aufenthalt im Land der Pharaonen kehrte Lepsius am 2. Oktober 1845 zurück. Die Expedi‧tion brachte an die 1500 Altertümer nach Berlin – ein Geschenk Mohammed Alis an Friedrich Wilhelm IV., darunter drei Opferkammern aus Gräbern des Alten Reichs. Für die junge ägyptische Abteilung der königlichen Kunstsammlungen – sie war erst 1828 auf Empfehlung Alexander von Hum-boldts eingerichtet worden – war dies ein beträchtlicher Zugewinn. Sie konnte sich fortan mit den berühmten Sammlungen von Turin, Paris und London messen.





