Bald wurden nicht nur die Tulpenzwiebeln, sondern auch die Rechte an Zwiebeln, die sich noch in der Erde befanden, für teures Geld gehandelt. Dieser Handel mit Optionen verhieß schnellen Reichtum, für den so mancher Haus und Hof verpfändete, um an das nötige Kapital zu gelangen. Die Preise stiegen schnell in astronomische Höhen. Die Sorte „Semper Augustus“ wurde zur teuersten Tulpe aller Zeiten. Für nur eine ihrer Zwiebeln hätte man ein Luxushaus im Zentrum von Amsterdam erwerben können. Doch im Februar 1637 platzte die Spekulationsblase. Bei der jährlichen Auktion am 7. Februar in Alkmaar konnte keine der angebotenen Optionen an Tulpenzwiebeln zum erwarteten Preis verkauft werden. Der Tulpenmarkt brach völlig zusammen, viele verloren ihr Hab und Gut. Der 7. Februar 1637 markiert so den ersten Börsencrash der Geschichte.





