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RezensionRezensionen

Ende einer Weltordnung

Autor: DAMALS-Redaktion

Der Mainzer Historiker Andreas Rödder, der schon mehrere Bücher über die jüngste Zeitgeschichte vorgelegt hat, widmet sich in seinem neuesten Buch einer hochaktuellen Frage: Wie konnte es dazu kommen, dass die internationale Ordnung, die nach dem Ende des Kalten Krieges entstand und mit der sich Anfang der 1990er Jahre…

Ende einer Weltordnung
Der Mainzer Historiker Andreas Rödder, der schon mehrere Bücher über die jüngste Zeitgeschichte vorgelegt hat, widmet sich in seinem neuesten Buch einer hochaktuellen Frage: Wie konnte es dazu kommen, dass die internationale Ordnung, die nach dem Ende des Kalten Krieges entstand und mit der sich Anfang der 1990er Jahre Hoffnungen auf eine ebenso friedliche wie tendenziell globale Verbreitung der Demokratie verbanden, in wenigen Jahrzehnten zusammenbrach? Da Zugänge zu Archiven für diesen Zeitraum weitgehend versperrt sind, konzentriert sich Rödder vor allem auf eine Analyse der strukturellen Merkmale des Staatensystems seit 1989/90.
Autor
DAMALS-Redaktion
15. September 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

Sein glasklar geschriebenes Buch vermeidet es, plumpe Schuldzuweisungen vorzunehmen, sondern zeigt jenseits eines platten Aktions-Reaktions-Schemas vielmehr, wie nach und nach die Hoffnungen auf eine regelbasierte Weltordnung zerstört wurden. Schlüsselmomente bildeten der Krieg gegen den Terror, den die USA nach dem 11. September 2001 einleiteten, ebenso wie die imperialen Ambitionen und Aktionen des „globalen Ostens“, insbesondere Chinas, Irans und Russlands. Wer sich dafür interessiert, wie die gegenwärtige internationale Unordnung entstanden ist, der findet in Rödders abwägender Analyse wichtige Anhaltspunkte.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Andreas Rödder
Der verlorene Frieden
Vom Fall der Mauer zum neuen Ost-West-Konflikt
Verlag C. H. Beck, München 2024, 250 Seiten, € 26,–

AnalyseInternationaleRezensionRoedder

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