Angelsächsische Landnahme: Die germanischen Stämme der Angeln und Sachsen verdrängen die romanisierte keltische Bevölkerung. Lediglich Wales und der englische Nordwesten (ebenso aber auch Irland und Schottland) bleiben davon zunächst unberührt.
Die „Historia Britonum“, die im 9. Jahrhundert entstand und einem Geschichtsschreiber namens Nennius zugeschrieben wird, erwähnt einen Kämpfer namens Arthur, der sich den Eindringlingen entgegengestemmt haben soll.
Aus den Kleinherrschaften der Landnahmezeit bilden sich in England bis zum 8. Jahrhundert sieben Königreiche heraus: Mercia, Northumbria, East Anglia, Kent, Wessex, Sussex, Essex.
596 Papst Gregor der Große beauftragt den Mönch Augustinus (der später der erste Erzbischof von Canterbury wird) mit der Missionierung Britanniens. Das Zentrum der römischen Missionstätigkeit liegt im Südosten der Insel, der Norden wird von irischen Mönchen christianisiert. Zwischen den Missionsbewegungen kommt es zu Auseinandersetzungen um Fragen kirchlicher Organisation und Disziplin.
Das Rückgrat der irischen Mission sind die Klöster, während die römischen Missionare auf eine Bistumsverfassung nach dem Vorbild der spätantiken Reichskirche setzen. Weitere Streitfragen betreffen die Datierung des Osterfests oder die unterschiedliche Tonsur der Mönche. Südlich des ehemaligen Hadrianswalls wird der Streit zugunsten einer Anbindung an Rom entschieden.
9. Jahrhundert Die in sich zerstrittenen englischen Kleinkönigreiche haben den Überfällen der dänischen Wikinger nur wenig entgegenzusetzen. Die Dänen besiedeln große Teile des südenglischen Ostens und leben dort nach ihrem eigenen Recht (Danelagh) und ihren heimischen Gebräuchen. Der Süden von Wales und größere Gebiete im Nordosten der Insel werden von norwegischen Wikingern besetzt.
um 886 Alfred von Wessex wird von allen Angelsachsen als König anerkannt, nachdem er sich im Kampf gegen die Dänen als treibende Kraft erwiesen hat. Er besiegt die Wikinger 878 in der Schlacht von Edington, 886 erobert er London. Mit dem dänischen König Gunthrum einigt er sich auf eine von beiden Seiten anerkannte Grenzziehung zwischen den jeweiligen Einflussgebieten. Die Taufe der noch heidnischen Dänen ist Teil des Vertrags.
924 – 939 König Æthelstan (924 – 936) gelingt es, die dänischen Siedlungsgebiete in das angelsächsische England einzubeziehen.
980 Neue Einfälle der Wikinger. König Æthelred II. Unæd (der „Unberatene“) versucht vergeblich, die Dänen durch die Zahlung eines Lösegelds, des sogenannten „Danegelds“, zum Abzug zu bewegen.





