Die Opposition, die SPD-Fraktion, wurde hellhörig. Sie vermutete hinter dieser Forderung „einen verschleierten Lohnabbau ohne volkswirtschaftliche Mehrleistung“. Auch der neue Shootingstar der Sozialdemokratie, Karl Schiller, kritisierte in der folgenden Aussprache über das Haushaltssicherungsgesetz „den überlebensgroßen Gedanken von der deutschen Überstunde“. Die Gewerkschaften schlugen in die gleiche Kerbe. Otto Brenner, streitbarer Vorsitzender der IG Metall, sah sich einer „unerhörten Herausforderung aller arbeitenden Menschen“ gegenüber. Der Vorschlag wurde nicht umgesetzt, und Erhard wirkte bereits zu Beginn seiner Kanzlerschaft angeschlagen. Die volle Legislaturperiode schaffte er dann nicht mehr.





