Beliebt, wie die Kämpfe beim Volk waren, begannen die ambitionierten Aristokraten sich gegenseitig bei deren Ausrichtung zu übertrumpfen. Schließlich monopolisierten die Kaiser die Gladiatorenkämpfe für sich, um das Volk zu unterhalten – auch wenn einzelne Herrscher diese wenig schätzen mochten, wie der Philosophenkaiser Mark Aurel, der dabei zum Unmut des Publikums gelesen haben soll. Wurden sie zunächst wie Theaterspiele in provisorischer Umgebung aufgeführt, errichtete man ihnen in der späten Republik in Italien bereits eigene Anlagen, die Amphitheater. Die darin abgehaltene „Freizeitunterhaltung“ beendeten erst die christlichen Kaiser: Nachdem zunächst nur Christen verboten worden war, sich als Gladiatoren zu betätigen, setzte Kaiser Honorius Anfang des 5. Jahrhunderts den blutigen Spektakeln ein Ende.





