Die Schauplätze des Kriegs waren teilweise unwirtliche Gegenden, die landwirtschaftlich kaum zu bewirtschaften waren – etwa Ingermanland und Nordestland –, zumal das Klima zu dieser Zeit besonders rauh war. Das frühe 18. Jahrhundert bildete den Höhepunkt der sogenannten Kleinen Eiszeit, dem frühneuzeitlichen Klimaminimum mit Temperaturen die ein bis zwei Grad unter dem langjährigen Durchschnitt lagen.
Insbesondere der Winter 1708/09 gilt als „Jahrtausendwinter“: Er war der kälteste Winter der letzten 500 Jahre. Es war bis zu acht Grad kälter als der statistische Mittelwert. Thorner Aufzeichnungen vermerken: „So der strenge Winter des Jahres 1709. Die Kälte trat im Januar ein, und hielt den Februar durch an. Garten- und Feldbäume wurden durch diese Kälte vernichtet; die Vögel erfroren in der Luft, und das Wild in Massen in den Wäldern; hierauf fiel vom 25.–28. Februar Schnee.“ Nach diesen Aufzeichnungen hielt der Dauerfrost bis Anfang April an.





