Hauptgetränk der Sumerer war das Bier, das in der Qualität variierte. Dazu kam als Grundnahrungsmittel Brot, das aus Emmer- oder Gerstenmehl unter Zugabe von Butterschmalz oder Sesamöl gebacken wurde (und nicht breiförmig blieb, wie in der Forschung oft behauptet). Das Brot konnte mit geriebenem Käse verfeinert werden. Fügte man Zutaten wie Datteln, getrocknete Weinbeeren und Honig hinzu, erhielt man äußerst nahrhafte Süßspeisen.
Häufig wurden auch Ei‧töpfe zubereitet. Diese hatten eine stärkehaltige Grundlage wie pürierte Kichererbsen bzw. Saubohnen und wurden als Konzentrat gekocht, das später verdünnt wurde. Fleisch oder Fisch enthielten nur die Eintöpfe der Oberschicht. Dasselbe galt für Salz. Zum Würzen wurde jedoch auch eine Fischpaste aus getrocknetem Fisch und Gewürzen hergestellt, ähnlich, wie dies später die Römer taten. Die Elite verzehrte außerdem Schaf- oder Ziegenfleisch; Geflügel galt als besondere Delikatesse.
Ein Luxusgut waren auch Obst und Gemüse. Nimmt man Datteln und Hülsenfrüchte aus, die es offenbar im Überfluss gab, konnte sich nur die Elite Zwiebeln, Lauch oder Knoblauch leisten. Eine exquisite Delikatesse waren Früchte wie Äpfel, Granatäpfel oder Aprikosen; Obst kann Brunke als höfisches Gastgeschenk nachweisen. Bei religiösen Totenopferfeiern oder höfischen Banketten wurde ein Schlemmermahl aus reichhaltigen Suppen, Zicklein, Gänsen, Enten, Vögeln, „Schwalbenfisch“ sowie Süßspeisen, Käse und Honig aufgefahren. Weniger nahrhaft waren zwei gemäs‧tete Mäuse, die eine Palastrechnung ausweist.





