Während traditionell die Suche nach den Ursachen für den „Untergang Roms“ im Mittelpunkt stand, richtet sich die Aufmerksamkeit inzwischen stärker auf die Mentalitätsgeschichte. Die Autoren bemühen sich um eine umfassende Rekonstruktion der antiken Einstellung zum Ich, zur sozialen Umwelt und zur Natur. Christentum und sich wandelnde politische Verhältnisse bildeten den Rahmen für Veränderungen auf beinahe jedem Sektor: Körpergefühl, Religiosität, das Verhältnis der Geschlechter, aber auch das Gefühl für Ästhetik und die Erfahrung von Zeit waren betroffen. Eine erstaunliche Themenvielfalt und die Einbeziehung vieler Einzelinformationen verdeutlichen die Entwicklungen dieser Zeit. Die Texte sind durch schöne Abbildungen ergänzt.
Rezension: Enderle, Katharina





