Weiterhin ist der Privilegienbrief Herzogs Albrecht III. aus dem Jahre 1384, in dem der Universität weitere Rechte verliehen werden, zu sehen. Aus der Zeit um 1400 stammt auch das Zepter der Artistenfakultät: Das über einen Meter große Zepter aus vergoldetem Silber wird auch als Zepter der Weisheit bezeichnet, da die Spitze des Zepters mit einer Figur der Heiligen Katharina, Schutzpatronin der Universität und Symbol der Weisheit, gekrönt ist.
Die Wiener Universität etablierte sich im Spätmittelalter zu einem Zentrum der Wissenschaften, wobei sie besonderes Ansehen im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften, aber auch der Medizin erlangte. Die Ausstellung zeigt wertvolle Handschriften und frühe Buchdrucke der Gelehrten aus mehreren Jahrhunderten des Bestehens der Universität, darunter prachtvolle Werke mit beeindruckenden Illustrierungen, aber auch einfache studentische Schriften. Jahrhunderte nach ihrer Entstehung sind diese nun erstmals öffentlich zu sehen.
Abgerundet wird die Schau durch eines der bedeutendsten Gemälde der europäischen Kunstgeschichte: Das Porträt Herzog Rudolphs IV., auf dem er anders als im Mittelalter üblich im Halbprofil dargestellt wird. Rudolph starb bereits einen Monat nach der Gründung der Universität im Alter von nur 26.
Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Mai zu sehen.





