Kopernikus war nicht der erste, der die Sonne im Zentrum des Alls wähnte, Kardinal Nikolaus von Kues hatte bereits 100 Jahre vor ihm ähnliche Vermutungen gehabt. Die These des Kopernikus blieb zwar vielfach belächelt, aber von der Kirche lange Zeit akzeptiert. Erst als Galileo Galilei durch astronomische Forschungen die Lehre des Kopernikus stützte, geriet auch dessen Werk in die Kritik der Kirche. Sowohl Galilei als auch der Kleriker Paolo Antonio Foscarini legten dar, daß die Lehre des Kopernikus durchaus mit der Bibel zu vereinbaren sei. Doch die römische Inquisition eröffnete am 5. März 1616 ein Verfahren, das das heliozentrische Weltbild für „falsch und irrig“ erklärte. Arbeiten Johannes Keplers und anderer Anhänger des Kopernikus wurden auf den Index verbotener Bücher gesetzt, wie auch das Werk des Kopernikus, das nur noch unter dem Hinweis verbreitet werden durfte, daß die darin ausgeführten Thesen rein hypothetisch seien.





