Umso mehr hoffte er darauf, vor Gericht Recht zu erhalten. Er wurde bitter enttäuscht. Als er trotz eindeutiger Beweislast zu seinen Gunsten nicht rehabilitiert wurde, erklärte er am 13. März 1534 seinem Ankläger Junker Günther von Zaschwitz und dem Herzogtum Sachsen die Fehde. Nachdem er brandschatzend unter anderem Wittenberg und das Kloster Zinna heimgesucht hatte, drangen die sächsischen Geistlichen auf einen Vergleich, der jedoch nicht zustande kam. Erst 1539 gelang die Gefangennahme des Aufrührers. Am 22. März 1540 wurde Hans Kohlhase wegen Landfriedensbruchs zum Tod durch Rädern verurteilt. Seine Geschichte wurde gut 250 Jahre später zum Vorbild für Heinrich von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“.





