Mögliche Entdeckungen könnten weitere Details zur Geschichte des Hohenasperg liefern, denn dieser war schon in vorchristlicher Zeit als keltischer Fürstensitz von großer Bedeutung. Umliegende Keltengräber und eine strategisch günstige Lage in einer mäßig hügeligen Gegend machten den Berg zu einem zentralen Ort in der Region. Bereits im frühen 9. Jahrhundert wurde die Stadt Asperg zum ersten Mal im Rahmen einer Schenkung urkundlich erwähnt. In Folge verschiedener kriegerischer Auseinandersetzungen baute man die Burg in der frühen Neuzeit zur Landesfestung aus. Während des Dreißigjährigen Krieges musste die württembergisch-protestantische Besatzung die Festung den kaiserlichen Truppen übergeben, erhielt sie aber bald darauf wieder zurück, ehe dann im späten 17. Jahrhundert die Bedeutung für die Landesverteidigung endgültig verloren ging. Der Hohenasperg wurde zur Garnison und zum herzoglichen Staatsgefängnis. Der prominenteste Insasse war wohl der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart, der von 1777 bis 1787 dort gefangen gehalten wurde. Im Nationalsozialismus diente der Hohenasperg ebenfalls als Gefängnis. Zugleich war er aber auch Durchgangsstation für Sintifamilien, die in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert wurden. Heute beherbergt der Hohenasperg das Justizvollzugskrankenhaus und die Sozialtherapeutische Anstalt des Landes Baden-Württemberg. Der öffentlich zugängliche Teil dient als Tourismusziel und Aussichtspunkt.
Das voraussichtliche Ende des vierten und letzten Bauabschnitts soll erst 2016 erreicht sein und verdeutlicht so die breit angelegten Arbeiten zur Erhaltung des Denkmals. Die Gesamtmaßnahmen werden rund 1,9 Millionen Euro kosten und finden in Abstimmung mit den Ämtern für Denkmalpflege und Natur- und Artenschutz statt. Zusätzlich beabsichtigt das Ludwigsburger Amt, regelmäßig vor Ort über die Sanierungsarbeiten zu informieren.





