Das Symposion war ein religiöser Akt, bei dem die Männer die Wirkung des Rauschgottes Dionysos spüren wollten. Es hatte aber auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Die Gastgeber zeigten ihre Kultiviertheit, indem sie gebildete Unterhalter oder erprobte Sänger einluden und kostbares Trinkgeschirr präsentierten. Von Letzterem ist in der Ausstellung eine reiche Auswahl zu bewundern. Die gezeigten Objekte stammen aus der Vasensammlung der Staatlichen Antikensammlungen in München. Die figürlichen Abbildungen auf den Gefäßen geben lebendige Einblicke in die Welt des Symposions. Sie zeigen sowohl gepflegte Zurückhaltung der Teilnehmer als auch Beispiele von Ausschweifungen und Eskalation. Bei den abgebildeten Hetären (Gefährtinnen) handelte es sich um gebildete Prostituierte, die sowohl für die musikalische Untermalung als auch für sexuelle Dienste engagiert wurden. Die Ehefrauen der Männer hingegen hatten bei einem Symposion nichts verloren.





