Es waren Szenen, die den Zuschauern den Atem raubten. Die junge Frau war in idyllischer Waldlandschaft und beim Bad in einem See nackt zu sehen; dass die Kamera aus recht großer Entfernung filmte, nahm der Bildsequenz nichts von ihrer erotischen Ästhetik. Entblößte Frauenkörper hatte man 1933 durchaus schon in Lichtspielhäusern gesehen, wenn auch vielleicht nicht in jenen mit dem höchsten kulturellen Anspruch.
Bahnbrechend war indes, was danach auf der Leinwand zu sehen war: Die junge Frau ist mit ihrem Geliebten allein. Sie sinken auf einem Bett nieder. Die Kamera zeigt ihr schönes Gesicht, die Augen sind geschlossen. Schließlich verkrampft sie sich, ihr Mund ist leicht geöffnet, sie schlägt beide Arme vor ihr Gesicht. Ihre vorher in Großaufnahme gezeigte Perlenkette fällt auf den Teppich neben der Stätte des Beilagers – zerrissen. Defloriert.





