Immerhin konnte der Dichter beim Pariser Gerichtshof erreichen, dass das Urteil kassiert wurde. Aufgrund seines „schlimmen Lebenswandels“ wurde er am 5. Januar 1463 zu zehnjähriger Verbannung aus Paris verurteilt. Danach verliert sich seine Spur völlig. Was bleibt, sind seine Balladen, Preis- und Spottgedichte, die die Stationen seiner Biographie begleiten. Die letzten sarkastischen Zeilen richtete er beim Antritt seiner Exilstrafe 1463 an den Pariser Gerichtshof und den Gefängnisschreiber. François Villons Werk wurde bereits 1489 erstmals gedruckt. Alles spiegelt sich darin: Liebe und Hass, Dank und Enttäuschung, Alter und Tod. Diese Fülle an menschlichen Gefühlen verhalf Villon und seinem Werk seit dem 19. Jahrhundert und bis heute zu großer Popularität.





