Der König und seine militärische Leistung erfuhren eine noch größere literarische Würdigung. Vielleicht noch 881, auf jeden Fall noch vor Ludwigs III. Tod im August 882, schilderte ein unbekannter Verfasser in 23 Strophen in rheinfränkischem Dialekt, wie der westfränkische König im Kampf gegen die Normannen von Gott auf die Probe gestellt und zum glorreichen Sieger und Retter der Franken wurde. Keiner auf dem Schlachtfeld habe so wacker gekämpft wie Ludwig: „Den einen durchschnitt, den anderen durchstach er. Er schenkte seinen Feinden wahrhaft bitteren Wein ein.“ Das „Ludwigslied“ ist das älteste Lied in deutscher Sprache und einzig in einer Sammelhandschrift überliefert, die ursprünglich aus dem Kloster St. Amand stammt. Während der Sieg von Saucourt der Höhepunkt von Ludwigs Herrschaft blieb und in der Normannenfrage keine dauerhaften Fakten schuf, wurde der Schlacht und dem siegreichen Ludwig III. durch das literarisch bedeutsame Preislied ein dauerhaftes Denkmal gesetzt.





