Und tatsächlich nahm sich der gesundheitlich bereits schwer angeschlagene Mao eine Stunde Zeit, um mit „FJS“ über die Weltpolitik, die „Deutsche Frage“ und die Gefahr der Sowjetunion zu sprechen. Ideologisch war zwischen den Staatsmännern kein größerer Gegensatz denkbar, doch durch ihre beiderseitige Gegnerschaft gegenüber dem „Sowjetkommunismus“ verstanden sie sich prächtig. Derart außenpolitisch geadelt, erhoffte sich Strauß von der Begegnung ein Jahr vor der Bundestagswahl einen wichtigen Schub für die erträumte Kanzlerschaft. Das Treffen der Vorsitzenden fand in der deutschen Presse große Beachtung. Die von der SPD und der FDP geführte Regierung war indes skeptisch. Bundeskanzler Helmut Schmidt befürchtete, dass der Besuch die Beziehungen mit der UdSSR verschlechtern und damit die Ostpolitik gefährden könnte. Doch wenige Monate später machte auch er sich zur ersten seiner vielen China-Reisen auf.





