1708 im lothringischen Lunéville geboren, verlebte Franz Stephan seine Jugendjahre am Hof Ludwigs XIV. Der Verzicht auf die Erbfolge in Lothringen brachte ihm das zu diesem Zeitpunkt völlig heruntergewirtschaftete Großherzogtum Toskana ein, das er mit seinen klugen Verwaltungs- und Finanzreformen erfolgreich sanierte.
Nach seiner Heirat in Reichsangelegenheiten zurückhaltend, gelang es Franz Stephan, das Privatvermögen der Familie stark zu vermehren, ja ein regelrechtes Wirtschaftsimperium aufzubauen, wie die Autorin darlegt. Zudem finanzierte der Kaiser, selbst im Geist der Aufklärung lebhaft an den Wissenschaften inter-essiert, zahlreiche Forschungsreisen, so die Karibik-Expedi‧tion des Nikolaus von Jacquin, und legte mit dem „Naturaliencabinet“ den Grundstein für das Wiener Naturhistorische Museum.
Nach der Lektüre hat man in der Tat ein vollständigeres Bild von Franz Stephan von Lothringen gewonnen.
Rezension: Talkenberger, Heike





