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Frauen zwischen Haushalt und Erwerbstätigkeit

Frauen zwischen Haushalt und Erwerbstätigkeit

Bezahlte oder unbezahlte Arbeit? Eine Frau beim Staubsaugen (1965). Fotoarchiv Blaschka, Multimediale Sammlungen /Universalmuseum Joanneum

Dass das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahrzehnte ohne die meist schlecht oder ganz unbezahlte Arbeit von Frauen nicht möglich gewesen wäre, zeigt die Ausstellung „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit“ im Haus der Geschichte Österreich in Wien noch bis zum 10. Januar 2027. Das damals propagierte Ideal der Kleinfamilie – männlicher Ernährer, weibliche Hausfrau – bildete die Realität keinesfalls ab: 1951 waren 39 Prozent der Erwerbstätigen in Österreich Frauen. Und sie trugen nicht nur zum Familieneinkommen bei; auch Haushaltsführung und Kindererziehung lagen fast ausschließlich in ihren Händen.
Autor
DAMALS-Redaktion
15. April 2026
Lesezeit
1 Minute

Die Fotografien aus dem Archiv der Grazer Fotoagentur Blaschka dokumentieren diese Mehrfachbelastung von Frauen – die je nach Milieu sehr unterschiedlich ausfiel. Bürgerliche Haushalte kamen der Idealvorstellung, in der sich die Frau einzig um Haushalt und Familie sorgte, näher als Familien aus der Arbeiterschicht, in denen Erwerbstätigkeit beider Ehepartner selbstverständlich war. Thematisiert wird auch, dass alleinstehende Frauen mit dem kargen Lohn, der in typischen „Frauenberufen“ gezahlt wurde, nur mit Mühe über die Runden kamen. Eine eigenständige wirtschaftliche Existenz war für sie schlicht nicht vorgesehen. Bezeichnend: Viele der gezeigten Bilder wurden nie in Zeitungen veröffentlicht. Arbeitende Frauen blieben, wenngleich sie allgegenwärtig waren, in der öffentlichen Wahrnehmung unsichtbar.

Mehr Infos zur Ausstellung in Wien

Nachkriegsjahre

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