Laut einer Umfrage 1897 unter den Ordinarien über „Die Befähigung der Frau zum wissenschaftlichen Studium und Berufe“ lehnte zwar kaum ein Professor das Frauenstudium ab. Allerdings herrschte große Skepsis, ob Frauen für die universitäre Laufbahn geeignet seien. Obwohl einigen Frauen trotz massiver Gegenwehr ein akademischer Abschluss gelungen war, dauerte es noch mehrere Jahre, bis als erster Bundesstaat Baden im Jahr 1900 Frauen offiziell zum Studium zuließ. Bayern und Württemberg folgten 1903/04. Erst am 7. Oktober 1908 öffneten die preußischen Universitäten – als letzte im Deutschen Reich – für Frauen ihre Tore. Die Frauen mussten trotzdem auch weiterhin zunächst mit wenig Anerkennung in der universitären Männerwelt rechnen.





