Am wichtigsten für das politische Handeln Barbarossas sei gewesen, Rang, Ansehen und Ehre als Zeichen sozialen Re‧spekts über alles andere zu stellen. Dementsprechend hätte die Mehrung der kaiserlichen Ehre und der des Reichs im Mittelpunkt aller Bemühungen des Herrschers gestanden.
Unter diesen Prämissen schildert Görich im Folgenden anschaulich und kenntnisreich den Aufstieg des Herzogs von Schwaben zum König und Kaiser, Barbarossas Unterstützer und Widersacher, sein Hofleben und seine Herrschaftspraxis, die Italien-Feldzüge, die Auseinandersetzung mit Papst Alexander III. sowie den Kreuzzug 1189/90, in dessen Verlauf der Kaiser ums Leben kam. Besonders hebt Görich Barbarossas Praktiken der Herrschaftsinszenierung hervor. Auch die Persönlichkeit des eher schroffen, aber redegewandten Kaisers, der nicht lesen und schreiben konnte, wird plastisch beschrieben.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





