1712 Friedrich wird am 24. Januar in Berlin als Sohn des damaligen Kronprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelm I. („Soldatenkönig“) und dessen Gemahlin Sophie Dorothea geboren.
1720er Jahre Konflikte mit dem Vater wegen dessen Forderung nach einer streng militärisch und religiös geprägten Erziehung. Harte körperliche und seelische Züchtigungen des Kronprinzen sind an der Tagesordnung, für Friedrichs schöngeistige Neigungen bleibt wenig Raum. Trotz väterlicher Vorbehalte erhält Friedrich unter anderem heimlich Latein- und Musikunterricht.
1730 Gescheiterter Fluchtversuch während einer Rundreise durch süddeutsche Höfe mit Hilfe seines Freundes Hans Hermann von Katte im kurpfälzischen Sinsheim-Steinsfurt. Friedrich wird mit Festungshaft bestraft und in Küstrin arretiert. An Katte wird ein Exempel statuiert: Er wird vor den Augen Friedrichs hingerichtet.
1731 Nach Ende des Arrests wird Friedrich in Küstrin zunächst ins Verwaltungswesen eingeführt; im Jahr darauf wird er Befehlshaber eines Infanterieregiments in Neuruppin.
1733 Heirat mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, die Ehe bleibt kinderlos.
1736 Beginn der „Rheinsberger Jahre“ (bis 1740): Kronprinz Friedrich verlebt mit seiner Gattin auf Schloß Rheinsberg relativ unbeschwerte Jahre und widmet sich dort vor allem den schönen Künsten. Am 8. August nimmt Friedrich zum erstenmal schriftlichen Kontakt mit dem 18 Jahre älteren Schriftsteller und Philosophen Voltaire auf – die fast lebenslange Korrespondenz umfaßt am Ende etwa 800 Briefe.
1739 Von Voltaire ermuntert, schreibt Friedrich einen Antitypus zu Machiavellis „Il Principe“. In seinem „Antimachiavell“ setzt der Kronprinz die Menschlichkeit als Herrschertugend an die Stelle despotischer Willkür. In dem von seinen Jugenderfahrungen geprägten Werk manifestiert sich Friedrichs Philosophie von einem aufgeklärten Absolutismus.
1740 Tod Friedrich Wilhelms I. am 31. Mai und Thronbesteigung Friedrichs. Zu Beginn Durchführung aufgeklärt-moderner und populärer Reformen: Einschränkung der Folter und drakonischer Strafen, Entschärfung der staatlichen Zensur, Verkauf von staatlichem Getreide zu festen Preisen, Förderung der Künste und der Wissenschaft.
Am 16. Dezember überraschender Einmarsch Friedrichs in Schlesien (Beginn des ersten Schlesischen Krieges) als Spätfolge der Pragmatischen Sanktion von 1713, welche die weibliche Erbfolge (für Maria Theresia) in Österreich gestattete.





