Die Kaiserkrönung Friedrichs II. wäre fast nicht zustande gekommen: Nichts wollte Honorius III. so sehr vermeiden wie die Vereinigung des Königreichs Sizilien und des römisch-deutschen Reichs unter einem Herrscher. Doch Friedrich II. hatte sich über die Widerstände des Papstes ebenso hinweggesetzt wie über die der Reichsfürsten. Um seine Nachfolge zu regeln, hatte er seinen Sohn Heinrich (VII.) 1211 zum König von Sizilien und 1220 zum römisch-deutschen König krönen lassen – ein Schachzug, den Papst Honorius nicht anerkannte.
Die Zustimmung zur Kaiserkrönung wurde ihm nur mühsam abgerungen: Friedrich versicherte, er wolle über Sizilien nicht als Kaiser, sondern als Erbe seiner Mutter herrschen und eine administrative Trennung zwischen Sizilien und dem Reich herstellen. Vielleicht überzeugte auch die Aussicht auf eine baldige Erfüllung des Kreuzzugsgelübdes den Papst.





