Wie kein ein anderes Medium prägte die Bebilderung der Karten die visuelle Kriegswahrnehmung der Zeitgenossen. Die Tageszeitungen veröffentlichten in der Regel keine Fotografien, Wochenillustrierte und das Kino genossen noch keine große Verbreitung. Es waren deshalb vor allem die Postkartenmotive, die den Daheimgebliebenen eine Vorstellung von den Ereignissen an der Front und der Rechtfertigung der Kriegsopfer vermittelten.
Die Motive erfuhren im Laufe des Kriegs einen Wandel. Wo in den ersten Kriegsmonaten noch humoristische Sujets und siegesgewisse Propaganda überwogen, änderte sich mit dem Andauern des Kriegs – im wahrsten Sinne des Wortes – das Bild: Realistischere Ansichten wurden bevorzugt, Szenen, die den Alltag der Soldaten darstellten. Die Männer in den Schützengräben, an einer Haubitze oder beim Spaziergang durch eine besetzte Stadt. Gegnerische Gefangene, Truppenübungsplätze und Friedhöfe zählen ebenso wie Gefechtsszenen zu den populären Darstellungen.
Die Ausstellung ist Teil einer breiten Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg auf der ostfriesischen Halbinsel. Folgen Sie untenstehendem Link, um Informationen zu weiteren Sonderausstellungen zu erhalten:
http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/MUSEEN-VOLKSKUNDE/Medien/1WK-Flyer_14s-final.pdf
Die Ausstellung „,…und noch geht es mir gut!‘ Feldpostkarten des Ersten Weltkriegs in Friesland“ im Schlossmuseum Jever wird noch bis zum 31. März 2015 zu sehen sein.





